Craniosacral Balancing®
Alles ist Energie und Bewegung, in der Natur gibt es keinen Stillstand. Das Wasser fließt in einem Lebensfluss in der Welt und auch in unserem Körper, der zu fast 70 Prozent daraus besteht. Nur wenn sich unsere Energie und unsere inneren Bewegungen ungehindert ausbreiten können, fühlen wir uns wohl und sind gesund.
Doch wie oft stören innere Blockaden in uns diesen anstrebenswerten Zustand?
Durch Meditation, heilende Therapien, gemeinsame positive Arbeit mit sich und anderen Menschen kann an emotionalen Störungen und traumatischen Erlebnissen gearbeitet werden. Das langsame Wieder - Erinnern und das Verarbeiten des Erlebten trägt oft wesentlich zur Heilung bei. Immer mehr Möglichkeiten öffnen sich für bewusst lebende Menschen, diese Seelenarbeit zu leisten und innerlich zu gesunden.
Doch neben dem psychischen Vergessen von Traumata speichert auch unser Körper negative Erinnerungen. „Jede Zelle besitzt ein eigenes Zellgedächtnis.“, erklärt Peter Seitz, der sich mit dem Craniosacral Balancing® befasst und es erfolgreich anwendet. Nach einer 2-jährigen Heilpraktikerausbildung und zahlreichen Weiterbildungen wie Traumaarbeit, Energieausbildung und Reisen nach Costa Rica, Grönland und Indien hat er sich intensiv mit dem „inneren Heiler“, wie er diese in jedem Menschen innewohnenden Kräfte nennt, beschäftigt. Vor vier Jahren hat er das Craniosacral Balancing® und die Heilkräfte seiner Hände entdeckt und sich darin ausbilden lassen, im Rhythmus des Lebens eine Form der friedvollen und absichtlosen Körperarbeit zu leisten.
Das „Craniosacrale System“, das die Grundlage für diese Heilmethode bildet, wurde erstmals von dem amerikanischen Osteopathen W.G. Sutherland Anfang des 20. Jahrhunderts erforscht.
Er besteht aus den knöchernen Strukturen des Schädels (Cranium), der Wirbelsäule und des Kreuzbeins (Sacrum), dem physiologischen System der Gehirn– und Rückenmarkshäute, das sich vom Schädel durch den Wirbelkanal erstreckt, sowie der Gehirnflüssigkeit, auch Liqour genannt.
Wie alles in unserem Körper ist auch dieser Liqour in dauernder Bewegung. Aus dem Fluss des Liquors innerhalb des craniosacralen System ergibt sich der Craniosacrale Rhythmus, der subtil am ganzen Körper wahrnehmbar ist. „Sutherland bezeichnete diesen als ‚den Atem des Lebens’, da auch alle anderen Teile des Körpers direkt oder indirekt mit diesem System in Verbindung stehen und von ihm beeinflusst werden.“, so Peter Seitz, der von der feinfühligen und tiefenwirksamen Arbeit im Kern des Menschen überzeugt ist.
Auf dieser Ebene können traumatische Zellerinnerungen aufgespürt
werden.
Jede Verletzung und jeder Unfall kann dieses System irritieren, aus dem Gleichgewicht bringen und den Organismus in seiner Gesamtheit stören. Aber auch eine schwierige Geburt, bei der in der Enge des Geburtskanals die Halswirbelsäule belastet wurde oder eine Prellung der Steißgegend bei einem heftigen Sturz, kann Folgen haben und Krankheitssymptome aufzeigen, die anscheinend nicht im Zusammenhang damit stehen.
Schmerzen im Kopf-, Hals- und Rückenbereich, Schwindel, Migräne, Unwohlsein, Augenbeschwerden, Konzentrationsschwäche oder Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern können oft auf ein solches tiefgreifendes Erlebnis in der Vergangenheit hinweisen. Der Körper vergisst diesen traumatischen Einschnitt, genauso, wie eine seelische Verletzung oft erst verdrängt wird. Das Vergessen kann auf beiden Körperebenen nach einem schweren Erlebnis erst Mal hilfreich sein. Solange bis sich Krankheitssymptome zeigen. Dann gibt uns unser inneres Gedächtnis den Hinweis, sich dem Erlebnis zu stellen und zu verarbeiten.
Doch es erfordert sehr viel Ruhe und Einfühlungsvermögen, um dem Körper die Möglichkeit zu geben, loszulassen und die eigenen Selbstheilungskräfte zu aktivieren.
Es wird bei dieser tiefenwirksamen Körperarbeit beides gesehen und gewürdigt, der Schmerz, und die Ressourcen, dieSymptome und das Gesunde in jedem Menschen. Unter den Schalen unserer Geschichte mit all dem Erlebtem gibt es weitere Zustände, die mit Stille zu tun haben und aus denen heraus Veränderung geschieht.
In einer Craniosacralen Sitzung geht es daher nicht darum, was der Therapeut für den Klienten tun kann, sondern wie er den Menschen dabei unterstützen kann, den Zugang zu seinen eigenen Heilkräften wieder zu finden, um die Gesundheit von innen anzusprechen und anzuregen.
Zuerst werden dazu mit sanften, differenzierten Techniken an Kopf, Wirbelsäule und Körper Beeinträchtigungen aufgespürt, die sich im Cranialen System zeigen. Mit feinsten Korrekturen wird der innere Heiler unterstützt und der Körper kann „Altes loslassen, um sich in Neuem zu entspannen“. Oft können jahrelange Beschwerden, wie Migräne oder Schmerzen nach Unfällen, nach wenigen Behandlungen abklingen.
Die Arbeit mit dem Gesunden, den Ressourcen und dem inneren Heiler, erlaubt es dem Organismus, selbst zu bestimmen, was jetzt geheilt wird, welche Wahrnehmungen und Empfindungen dazu notwendig sind und in welchem Tempo Heilung geschieht.
Autor/in: Peter Seitz
Gesundheitsberater Rü. Fü. Ge.
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