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Schamanismus lebt!Die Erde lebt. Sie besitzt viele Bewußtseinschichten. Eine dieser Bewußtseinschichten ist der Mensch. Die Erde lebt. Sie besitzt viele Bewußtseinschichten. Eine dieser Bewußtseinschichten ist der Mensch. Er stellt die empfindlichste, entwicklungsbedürftige und komplizierteste Form dar.
Damit der Mensch seine globale Eingebundenheit in den Gesamtkörper der Erde ganzheitlich begreift, gibt es neben all den Forschungszweigen und Wissenschaften die Schamanen bzw. den Schamanismus. Sie stimmen, durch ihre Fähigkeit an den anderen unsichtbaren Schichten und Wirklichkeiten teilnehmen zu können, das Verhältnis zwischen dem Weltbewußtsein und der individuellen Entwicklung immer wieder neu ab. Dazu benötigen sie Denk- und Vorstellungsmodelle die dem Menschen helfen, die Erde in Unschuld und Vertrauen anzunehmen und seine evolutionäre Bestimmung zu erfüllen.
Die Lehren wandelten sich im Laufe der menschlichen und planetaren Entwicklung. Heute stehen wir wieder an einem Punkt, der eine Neuorientierung der Beziehung zu unserer Umwelt - Steine, Tiere, Pflanzen, Menschen - erfordert. Der Mensch ist jetzt reifer und bereit zu verstehen und zu handeln. Das Wissen dazu war und ist vorhanden. Es setzt sich zusammen aus den alten Weisheitslehren der Naturvölker, verbunden mit den Erkenntnissen der modernsten Wissenschaft. Doch reicht dies allein nicht aus. Geht der äußere Weg nach oben zu den Sternen, so führt der innere Weg zur Erde, zurück zur Verwurzelung mit der Quelle, den Urgrund. Verantwortungsbewußtes Handeln auf allen Ebenen ist gefragt um eine Erdkultur zu schaffen in der human, völkerübergreifend und planetar verschiedene Kräfte in eine höheren Bewußtseinsform, der Liebe, zusammenwirken können. Schamane Schamane bedeutet Heiler und geistiger Führer. Nur er/sie hat Zugang zu dem alten Wissen. Er/sie trägt die Verantwortung für die körperliche und seelische Verfassung der Stammesmitglieder und auch deren Gemeinschaft. Er/sie hat die Fähigkeit über heilige Rituale (auch körperliche Toderfahrung) in Kontakt mit der Geisterwelt und mit der anderen, unsichtbaren Wirklichkeit zu kommen. Aufgaben und Praktiken ähneln bei asiatischen, afrikanischen und indianischen Medizinmenschen. Ein Schamane als Bewahrer des über 45 000 Jahre alten Wissens, wird man durch Geburt ( z.B. Jesus) und/oder Bestimmung; die Ausbildung dauerte Jahrzehnte. Seit Urbeginn gab es Medizinen bestimmter Menschen, deren Inhalt es war, altes Wissen zu bewahren und weiterzugeben. Heute gibt es viele Männer und Frauen auch in unserem Kulturkreis, die Schamanen sind und meist im Verborgenen wirken. Manchmal ist auch ein Guru ein Schamane. Sie wurden entweder schon als Kind oder mitten im Leben stehend initiiert z.B. durch schwere Krankheit und hielten und halten Ihre Gaben oder Fähigkeiten oft geheim. Unsere Geschichte ist noch nicht geheilt, jetzt wirkende Medizinfrauen und Medizinmänner werden nicht geehrt und geachtet vom Volk, sondern Ratsuchende nehmen ihre Dienste meist heimlich in Anpruch. Inzwischen hat die WHO anerkannt, daß schamanische Heilrituale von gleicher Wirksamkeit wie die der Schulmedizin sind. In USA arbeiten bereits Ärzte immer häufiger mit Schamanen zusammen. Zeremonie = Ritual Das Ritual ist eine religiöse Handlung die einen festgelegten Ablauf hat. (Religiöses Erleben hat nichts mit Glauben sprich "Für- Wahr- Halten" zu tun). Über den bestimmten Handlungsrahmen eines Rituals kommen Menschen in ein bestimmte innere Haltung um Zugang zum Unbewußten und der nicht sichtbaren Welt zu bekommen. (siehe auch Trance). Die Geschichte machte dieses Wissen vergessen und später benutzten und kreierten nur noch Magier und Priester Rituale, bis heute. In alten Kulturen waren Rituale normal und die Naturvölker machten Zeremonien und Erdrituale zu einem wesentlichen Teil ihres Lebens. Alltägliche Rituale, im weiteren Sinne sich jede wiederholende Handlung, kennt besonders unsere westliche Welt, (schlafen, essen, Morgenzeitung lesen, Hausputz usw.) stabilisieren den Menschen, geben ihm einen Bezugs- und Orientierungsrahmen. Ohne sie wäre er hilflos und ohne sie gäbe es kein Überleben auf der materiellen Ebene. Rituale prägen uns und unser Leben ist voll von Ritualen oder rituellen Handlungen. Wir brauchen sie, um uns geborgen zu fühlen, Kraft zu schöpfen, unser Bedürfnis nach Rhythmus zu befriedigen, für geregelte Abläufe, dem Chaos auszuweichen. Rituelle Vorgänge prägen unsere Feierlichkeiten und Festzeiten im Jahresablauf (Geburtstag, Weihnachten, Hochzeit, Jubiläen usw. Andererseits engen unsere Rituale ein und töten das Bewußtsein, den Spirit ab. (Rauchen, Griff zur Flasche, Süßes nach dem Essen usw.). Gleichbleibende Handlungen wurden und werden in Form von Gebets-, Bitt- od. Heil kreisen, Gebetsmühlen, Rosenkranz, Gospels, Wallfahrten, Klagemauer usw. auf der ganzen Welt zelebriert. Sie gehörten zum alltäglichen für Heilung, Segnung, Entscheidungsfindung u.a. Da wir bis heute größtenteils dieses Wissen vergessen verdrängt haben, sind wir wie die Erde weniger gesund und heil. Es sind die Erdenmenschen die ihr Gleichgewicht verloren haben und ihr Verhältnis zum Rest der Schöpfung in Ordnung bringen müssen. Außerdem haben wir in diesem Erdenleben einen Auftrag den es zu erkennen gilt. Eine Zeremonie ist nun eine Möglichkeit für Menschen tief in Kontakt mit seinen seelischen und geistigen Wurzeln zu kommen, Energie zu sammeln und mit den Geistmächten zu tanzen, die sowohl ihm als auch der Erde helfen helfen. Das heilige Medizinrad u.a. kann die richtige Balance lehren. Jeder Mensch kann Rituale für sich alleine zelebrieren, aber reicher werden sie durch die Teilnahme mehrerer Menschen, durch das Teilen mit anderen. Einige Zeremonien zur Reinigung und Balancierung seien hier dargestellt. Im "Herz" aller Zeremonien, wie sie hier gemeint sind, steht, daß man in Unschuld und Vertrauen seinem "Höheren Selbst" und der Intuition seines Herzens folgt. Dies ist ein Segensgebet des Volkes der Navajo Ich werde für immer glücklich sein Nichts kann mich daran hindern. Ich gehe, und Schönheit ist vor mir. Ich gehe, und Schönheit ist hinter mir. Ich gehe, und Schönheit ist über mir. Ich gehe, und Schönheit ist unter mir. Schönheit umgibt mich, wohin immer ich gehe. Schön sind auch meine Worte. Ich stelle mir jetzt die Schönheit des Lebens vor. Ich fühle sie in meinem Inneren, wenn ich das Gebet spreche. Je mehr Heil - Sein ich ausstrahle, desto stärker wird meine Heilkraft. Jetzt gehe ich durch das Leben in Schönheit. Indianisches Medizinrad - Astrologie der Erde Dank enormer Pionierarbeit einiger Frauen und Männer seit über einem halben Jahrhundert, dürfen wir heute wieder von heiligen Ursprungsritualen und Zeremonien lernen. Das indianische Medizinrad ist ein wichtiges Werkzeug in der heutigen Zeit. Indem wir mit dem Medizinrad lernen, lernen wir über uns und das Universum und können lebensspendene Veränderungen herbeiführen. Das Medizinrad ist die geniale Form, um individuelle Wahrheiten und die Schlüssel lehren zusammenzubringen. Das führt uns nicht hinauf zu den Sterne, sondern bringt uns auf und in die Erde. Das Abhalten von Medizinradzeremonien jetzt im Wassermannzeitalter ist die Möglichkeit, Kräfte zu vereinen und der Erde und all ihren "Kindern" auf kraftvolle Weise Energie zurückzugeben und uns bei unseren Bewußtwerdung- und Heilungsprozessen zu helfen. Da dieses Wissen in unseren Zeiten gemeinsam geöffnet und angewandt werden kann, ist auch eine Art von Heilen - Schamanismus im Entstehen, indem nicht nur der Einzelne sondern die Kraft Aller eine ganz wichtige Rolle spielt. Es waren Sun Bear und Harley Swiftdeer die ungefähr vor 20 Jahren als Schamanen und Gesandte ihres Volkes das indianische Medizinrad in den Westen brachten. Es folgten bald Medizinfrauen und Medizinmänner anderer indianischer Traditionen. Es war Vision und Anliegen, uns sogenannten zivilisierten Menschen mit Hilfe des Medizinradwissens eine Brücke zu bauen, uns wieder in Verbindung mit der Materiellen und der Welt des Spirituellen zu bringen. Denn jeder Mensch hat die Anlage zum Träumen und Visionen zu haben und die innewohnenden, evolutionär angelegten Kräfte warten darauf geweckt zu werden, um unsere wirkliche Beziehung zu allen Lebewesen auf der Erde zu verstehen. Das bewußte Zusammenwirken mit GAIA, dem intelligenten Geist der Erde ist ein wichtiger Schlüssel dazu. Denn um die Umwelt zu schützen, benötigen wir ein Verständnis für ihre und unsere spirituelle Kraft. Das indianische Medizinrad, auch "Astrologie der Erde" genannt, ist ein machtvolles Sprungbrett, mit dessen Hilfe wir uns sofort und überall mit den Energien des Universums verbinden können. Es gibt verschiedene Medinzinräder die uns für die Bearbeitung unausgewogener Energiemuster und Bewußtseinszustände zur Verfügung stehen, um individuelle und universelle Trennung aufzuheben. Sie zeigen eine Beschreibung der Wirklichkeit, der sichtbaren und unsichtbaren Welt, durch die wir lernen können, unsere Schwächen und Stärken auszugleichen. Durch Zeremonien und Übungen mit dem Medizinrad bringen wir Licht in die dunkle und unbekannte Seite unseres Wesens, damit wir in Kommunikationen mit allen Welten und Wesen treten können. Es macht uns wach und aufnahmebereit für spirituellen Erfahrung, und wir können unsere Wirklichkeit immer wieder und sofort verändern und neu bestimmen. Beginn des Tanzes im Süden Süden Reich der Pflanzen - Wasser - Emotionen - Unschuld und Vertrauen - Mythologie - Unterhaltung - Kind-Substanz-Schild Südwesten Spiegel - Träume - Symbole - Visionen Westen Reich der Steine - Erde - Mineralien - Innenschau - Körper - Tod - Tagtraum - Frau/Mannschild od. Erwachsenen-Geist-Schild Nordwesten Heilige Gesetze und heilige Bilder Norden Reich der Tiere - Luft - Verstand - Weisheit - Herz - Erwachsenen-Substanz-Schild Nordosten Gestaltungsmuster unserer Energiebewegung - Veränderung Osten Reich der Menschen - Feuer - Licht - Spirit - Inspiration - Handeln - Auferstehung- Jungen/Mädchen-Schild Südosten Selbstkonzepte - Heilige Ahnen - Erinnerung Zentrum Liebe Früher wurden Medizinräder/Steinkreise für Gebet, Heilung, Kraft sammeln od. andere Anliegen, an exponierten Stellen, an sogenannten Kraftpläzen in der Natur gebaut, die man finden oder neu bestimmen kann. Die beste Art ein Medizinrad wirklich zu verstehen, ist es, es in Raum und Zeit aufzubauen. Z.B. durch einen Steinkreis, dann in den jeweiligen Richtungen mit Blick zum Zentrum sitzen und die unterschiedlichen Aspekte der dort herrschenden Energiequalitäten spüren. Heute ist es gut mit anderen und/oder mit einer Leitung das Medizinrad tanzen, es gibt in einigen Regionen ausgebildete ausgebildete Zeremonien leiter/innen. Die Botschaft der Schamanen aller Welt -nicht nur der indianischen- ist eine Aufforderung uns dem Gegenwärtigen, jedem Augenblick in und um uns zuzuwenden. Die Entscheidung liegt in uns. Gebet Durchgabe Ich will darüber sprechen, daß alle individuellen Wahrheiten einen einzigen Ursprung haben, in allen Kult uren und zu allen Zeiten dieser Erde. Ich will darüber sprechen, daß alles gut ist, so wie es ist. Ich will da rüber sprechen worüber ich sprechen kann, was ich erfahren habe mit Lehrern und Lehren des Medizin rades in meinem Leben auf der Erde. Ich will darüber sprechen und danken für die Lehren des Medizin rades die mir begegnet sind. Ich will darüber sprechen und sie weitergeben in Unschuld und Vertrauen. Ich will über die Astrologie der Erde sprechen, so wird das Medizinrad auch genannt. Ich will sprechen über all die anderen Medizinräder, die den großen Zyklus aufzeigen. Ich habe mit dem Wolf geheult, bin tief in dem Schildkrötenbauch gesessen, habe getanzt mit dem Licht der Sonne. Ich habe vom Spirit der Pflanzen empfangen. Ich habe mit den Kräften des Bären gehalten, habe die Hochzeit mit Licht und Liebe gefeiert, habe mich geheilt mit den Mineralien, Steinen, Tieren, Pflanzen, Menschen und dem Spirit aller Wesen. Bin den seelischen und geistigen Toden begegnet. Ich habe in Demut angefangen den Tanz der Medizinräder zu tanzen und habe lebensspendende Tropfen der "Quelle"getrunken. Ich bin beschenkt worden, ich bin reich. Ich bin unvollkommen in meinem Gebet und tun, und ich will immer weiter tanzen in Schönheit, und Liebe, mit mehr Schönheit, zu mehr Liebe. Schwitzhütte Die Schwitzhütte zählt zu den älteststen, schamanischen Reinigungs- und Heilungsritualen der Menschheit und ist ein Gemeinschaftsritual. Sie ist Sinnbild für den Bauch unserer Großen Mutter Erde, sie ist der Rücken der Schildkröte, unsere Kontinent, der Schildkröteninsel. Die indianische Schwitzhütte wird an einem guten Platz im Freien mit Weidenstangen, ähnlich einem Iglu erbaut und mit Matten oder Decken behangen. In der Mitte im Kreisinneren ist ein Loch, in das während des Rituals heiße Steine gelegt werden. Von der Schwitzhütte zur Feuerstelle wird ein Pfad angelegt, der "Weg des Herzens". Dieser Pfad der zum Altar führt ist der Hals der Schildkröte und der Kopf ist .der Altar. Auf ihm fließt symbolisch die spirituelle Kraft von Großmutter Erde -Schwitzhütte- und Großvater Sonne - Feuerstelle-. Der kleine Hügel vor der Hütte, aus der Erde vom Feuerloch geformt, symbolisiert das Tor zur anderen Wirklichkeit mit der Liebesumarmung von Urmutter und Urvater. Es sieht aus, wie Erhaufen, sind aber geheiligte Bezirke, über die man nicht steigt, sondern außen herum geht. Ungefähr 2 Stunden vor Beginn der eigentlichen Zeremonie, übernimmt eine Person die Verantwortung als Feuerperson. Feuerfrau oder Feuermann, als Hüter und Halter des Feuers, des Holzes, der Steine und des Platzes, bringen später auch die heißen Steine in die Hütte. Das ist eine wichtige, heilige und magische Handlung und bringt sehr viel Transformation und Power. Kurz vor Beginn, erwecken und weihen Frauen die Hütte ein. Es werden also symbolisch "Schildkrötenkörper" sprich Hütte, "Schildkrötenkopf" sprich Altar, Feuerstelle, Holz und Steine -Samen von Grovater Sonne- bereitet, um später in der abgedeckten Hütte zu sitzen, gemeinsam die Kräfte zu empfangen, zu schwitzen, zu singen, zu beten, zu lachen, zu weinen, zu sterben, zu entfalten, zu freuen, zu erneuern, zu reinigen. Der "Schwitzhüttenhäuptling", LeiterIn führt die Gruppe durch die vier heilige Runden - je nach Trad. etwas unterschiedlich -, leitet die Gebete, reicht Wasser, segnet die Steine und ist vor allen Dingen Kanal, für das, was kommen mag. Wir können zusammen Schmutz und Blocks, Ballast loswerden, verschüttete Gefühle erwecken, unbrauchbare Vorstellungen und Muster auflösen, uns von Negativität befreien, krankmachende Strukturen loslassen, Beziehungen klären =Aspekt des Sterbens, geistige Einsichten erlangen, Körper, Seele und Geist neu mit Kraft erfüllen = Aspekt der Erneuerung oder Wiedergeburt, uns für Träume und Visionen öffnen. Dies alles geschieht in zeremonieller Art und Weise, in Hingabe, in Dankbarkeit. Das Ritual wird meist Nachts gefeiert, um unsere Sinne für das Nagual zu öffnen. Wir begeben uns nach entsprechender Vorbereitung hin zu Großmutter Erde, um unsere Verbindung zu den Kräften und Geistmächten der Natur zu erneuern. Eingebettet in den Schoß des Universums kommen wir tief mit unserem innersten Wesen in Kontakt. Die "Seele kann tanzen" und um gut tanzen zu können, bedarf es Transformation und Vorbereitung um am Ende wie Neugeborene diesen Schoß der Erde wieder zu verlassen. Es gibt hinterher ein Fest, denn Geburtstag wird gefeiert. Anmerkung: Beim Betreten und verlassen aller heiligen Hütten ist es wichtig, immer folgendes laut auszusprechen: "Für alle meine Verwandten, die mich lieben". Sinngemäß in Cherokee "TO-SHEA-LA-HEY"; in Crow, Cheyenne und Sioux "MAI-TIC-WE-ASH-SEE". Dies ist auch möglich am Anfang/Ende eines Gebetes, wobei am Ende üblicherweise auch "Ho, ich habe gesprochen", gesagt wird. Das Schwitzhüttenrituall ist kein moderner, Alternativspaß, aber es kann auch sehr heiter sein. Wir begegnen unserem Schatten und unserem Licht. Wir erleben eine sehr tiefe körperliche und seelische Berührung und Veränderung, die uns an und über Grenzen bringt, stark macht und das tägliche Leben nachhaltig beeinflußt. Die heilige Schwitzhütte kann unter einem bestimmten Thema stehen und ist eine Zeremonie, in der Gemeinsamkeit lebendig wird. Bis auf kleine Abweichungen, wird sie vom autorisierten Leiter/in traditionell durchgeführt. Nach einer Schwitzhüttenzeremonie fühlen wir uns wie neugeboren und bereichert, um uns und andere wieder mit Schönheit und Liebe zu berühren. Gleichzeitig ist es eine hervorragende Möglichkeit, direkt, mehr über das indianische Medizinrad zu erfahren. Die Dauer einer Zeremonie kann sehr unterschiedlich sein und hängt im wesentlichen vom Leiter/in und den Teilnehmern ab. Eine heilige Schwitzhüttenzeremonie benötigt von den teilnehmenden Personen Achtsamkeit und Würdigung allen und allem gegenüber, um den "Großen Geist" zu erfahren. © Copyright Sebastian Lichtenberg - CamelotAkademie.de Die Grundlagen der Shiatsu-Massage Shiatsu ist gleichzeitig eine sehr alte und eine sehr junge Massageform. Eine Kombination aus der jahrtausendalten......... Shiatsu ist gleichzeitig eine sehr alte und eine sehr junge Massageform. Eine Kombination aus der jahrtausendalten chinesischen Heilkunde (Akupunktur) verbunden mit der Heilmassage (Akupressur) aus Japan und westlichen Massagetechniken. (Überblick Geschichte des Shiatsu) Shiatsu bedeutet übersetzt "Fingerdruck". In der Behandlung wird mit verschiedenen Techniken gearbeitet: Rotationen, Dehnungen, Streckungen und verschiedenen Massagetechniken. Dabei wird mit Händen, Daumen, Ellbogen, Knien und dem gesamten Einsatz des Körpers gearbeitet. Anders als bei der traditionellen Massage verwenden wir keine Muskelkraft, sondern behandeln die Person auf dem Boden und lassen die Schwerkraft für uns arbeiten indem wir das eigene Körpergewicht einsetzen und auf die zu behandelnde Person wirken lassen. Dies geschieht behutsam und je nach Bedarf stärker oder schwächer. Dabei arbeiten wir mit dem Grundprinzip der "Lebensenergie" auf japanisch Ki bezeichnet und auf chinesisch Qi. Ki fließt durch miteinander verbundene Bahnen, welche man Meridiane nennt. Die Meridiane führen diese Energie durch den gesamten Körper zu den Organen und in jede Zelle. An der Körperoberfläche können wir die Meridiane mit unseren Händen erreichen. Zusätzlich befinden sich auf den Meridianen Punkte, genannt Tsubos, welche wir mit Daumendruck behandeln können. Dort wird stagnierte Energie wieder ins Fließen gebracht. Jeder Mensch hat sozusagen sein eigenes Stagnationsmuster, das als Ausdruck seiner Persönlichkeit angesehen werden kann. Wenn Krankheit entsteht, entwickelt sie sich immer dort, wo die Energie blockiert. Hier setzt Shiatsu an. Shiatsu bringt wieder Bewegung dort hin, wo alles stagniert ist. Es kann als unterstützende Methode bei schweren Krankheiten eingesetzt werden. Leichtere Beschwerden, wie z. B. Kopfschmerzen, Menstruationsbeschwerden, Magenprobleme, Rückenschmerzen, Unruhe und Nervosität können eine große Linderung bis Verschwinden der Symtome bewirken. Dies setzt voraus, daß die behandelnde Person mitarbeitet, indem sie eine bewußte Lebensführung praktiziert. Regelmäßige Shiatsubehandlung kann Krankheit lindern, bewußt machen und durch die neue Lebensführung die Ursachen beheben. Die Grundlagen der Shiatsu-Massage Im Shiatsu arbeiten wir, wie schon erwähnt, mit der Lebensenergie dem Ki, welches sich im Denken der östlichen Kulturen in jeder Existenz befindet. Ki kann eine ganz feine Form sein, z. B. ein Lichtstrahl der Sonne oder eine Feder, es kann aber auch hart wie Stahl sein. Denn auch unbelebtes Material besteht aus Ki. Es ist also die kleinste Einheit aller Dinge. Ki ist auch Bewegung: Atem, Herzschlag oder auch der Wechsel der Jahreszeiten, z. B. wenn der Winter dem Frühling weicht, die Knospen sprießen, daß Grün sich überall langsam ausbreitet, all das ist Lebensenergie Ki. Die Impulse im Körper, z. B. der Fluß des Blutes, das Bewegen des Darmes, all dies wird vom Ki aktiviert. Auch unsere Emotionen unterliegen werden vom Ki gesteuert. Wir nehmen Ki durch die Nahrung und die Atmung in uns auf. Im Shiatsu gibt es zwei scheinbar gegensätzliche Kräfte Yin und Yang, denen wir immer wieder Begegnen. z.B. Yin: Yang: dunkel hell passiv aktiv Winter Sommer langsam schnell Unterfunktion Überfunktion Diese Tabelle kann beliebig vervollständigt werden. Wo zuviel Yin ist, besteht die Tendenz zu Kälte, Feuchtigkeit und unkontrolliertem Wachstum (z.B. Tumor). Überwiegt Yang, gibt es die Tendenz zu Überaktivität und Hitze (z.B. Entzündungen). Dies ist nur ein Beispiel. Überwiegt das Eine oder das Andere, können viele Krankheiten entstehen. Die Kräfte von Yin und Yang sind ganz natürlich, z. B. bei Nacht werden wir müde, bei Tag sind wir aktiv. Man könnte noch viel genauer ins Detail gehen (z.B. Shiatsu-Behandlungen nach dem fünf Element-System), doch hier möchte ich erst mal die Grundlagen des Shiatsu so stehen lassen. Die Shiatsu Behandlung Shiatsu ist oft mit dem Krabbeln eines Babys verglichen worden, dessen Natürlichkeit und Unbekümmertheit im Einsatz des eigenen Körpers wir als Vorbild für unsere Arbeit ansehen. Die Behandlung zwischen Behandler und Klient ist wie ein Dialog. Der Behandler ist absichtslos, er ist einfach nur da und offen demgegenüber, was passiert. Es kann eine angenehm ruhige Atmosphäre zwischen Behandler und Klient entstehen, wodurch tiefe Entspannung möglich wird. Dies ist wichtig, damit die Behandlung gut wirken kann. Durch das Arbeiten an dem Meridian wird der Energiefluß, welcher bei jedem Menschen an einem anderen Ort stagniert ist wieder in Bewegung gebracht. Auf dem Meridian befinden sich Punkte (Tsubos), welche wir in der individuellen Tiefe für einen Moment halten, um auch dort die Energie wieder ins Fließen zu bringen. Shiatsu stärkt, mobilisiert und harmonisiert den Körper, Geist und die Seele. Autor/in: Sebastian Lichtenberg Humanenergetiker, Geistheiler, spiritueller Lebensberater, Reiki-Meister Deutsche Heilerschule - Bildungsinstitut für Energieheilkunde |
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