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    Meditation

    Meditation ist eine spirituelle Praxis zur Bewusstseinserweiterung, die Achtsamkeits- oder Konzentrationsübungen beinhaltet und seit Jahrtausenden in vielen Religionen und Kulturen geübt wird.

    In der heutigen Zeit der Hektik und des Stresses ist die Meditation ein nicht zu unterschätzendes Mittel, um den Geist zu sammeln und zur Ruhe zu kommen, sich seiner Selbst bewusst zu werden, Probleme als Herausforderungen zu verstehen und diese distanzierter anschauen und leichter lösen zu können und wieder aufzutanken. Es ist allgemein bekannt, dass meditierende Menschen den Alltag leichter bewältigen und bei Problemen und Stress schneller wieder in ihr inneres Gleichgewicht zurückkehren bzw. dieses besser aufrechterhalten können. Das wirkt sich positiv auf das seelische Wohlbefinden und die körperliche Gesundheit aus.

    Es wird von der äußeren Form her die aktive und die passive Meditation unterschieden. Während die passive Meditation im Sitzen praktiziert wird, gehört zur aktiven Meditation Bewegung dazu – so z. B. in der Gehmeditation, beim Yoga und Tai Chi oder in den Künsten des Bogenschießens und der Teezeremonie.

    In der passiven Meditation wird die Aufmerksamkeit auf ein Objekt oder eine Sache, z. B. den Atem, eine Kerze oder den unteren Bauchraum gelenkt und über einen längeren Zeitraum (mindestens ½ Stunde oder länger) fokussiert gehalten. Gelingt dies ohne gedanklich abzuschweifen, dann lässt nach einiger Zeit der Gedankenstrom nach und das Bewusstsein kann unter die Gedankenschicht ab- und in einen anderen Bewusstseinszustand eintauchen: in einen Raum erholsamer Ruhe bei gleichzeitig erhöhter Aufmerksamkeit oder Wachheit – deutlich wacher als „normal wach“. Es ist ein Bewusstseinszustand, in dem – je nach Tiefe – jenseits des gewohnten Denkens und Fühlens die subtilen Welten zunehmend in den Vordergrund treten und tiefer, reiner und klarer erfahrbar werden. Mit fortschreitender Übung kann immer tiefer eingetaucht werden in grenzenlose Weite, Stille, Leere… in den Urgrund des SEINS. Es ist wie ein Eintauchen in eine kraftvolle Präsenz, in eine erweiterte, überklare Wahrnehmung, in ein Schauen, Fühlen, Hören, Riechen und Schmecken über die körperlichen Sinne hinaus, in ein waches Gewahr-Sein des Augenblicks, dem Jetzt, das wie aus dem Hintergrund auftaucht, wenn das Alltagsrauschen der normalen körperlichen Sinne zunehmend wegfällt und der Verstand mit seinem Denken, Interpretieren und Bewerten zur Ruhe gekommen ist.

    Der über die Meditation erfahrbare Bewusstseinszustand kann zu innerem Reifen und Wachstum führen, das oft vom Wunsch begleitet wird, im eigenen Leben etwas zu verändern. Ein neues oder tieferes Bewusstsein verändert immer die bestehenden Lebensumstände in Richtung mehr Freiheit, Eigenverantwortung, Transparenz und Unabhängigkeit bei gleichzeitig tiefer werdendem Gefühl von Verbundenheit und Eingebunden Sein in die Natur und das soziale Beziehungsnetzwerk. Die Beziehungen wandeln sich im Zuge des Prozesses zu mehr Tiefe, gegenseitiger Achtung, bedingungsloser Liebe und Verantwortungsübernahme für die eigene Gefühlswelt.

    Meditation kann sehr unterstützend dabei sein, die eigene Persönlichkeit zu klären, was in der Folge zu mehr innerem Frieden und Gelassenheit eines jeden Einzelnen führt – eine Grundvoraussetzung für das allgemeine Wohlergehen und mehr Frieden in der Welt.

    Ob Meditation erlernt werden kann oder nicht ist eine Frage der inneren Ausrichtung, d. h., inwieweit der Mensch in seinem Leben der Meditation Platz und Raum gibt. Wird der Fokus mehr auf andere Bereiche des Lebens gelenkt, ist es schwer dabei zu bleiben und regelmäßig zu üben, um die tieferen Bereiche des menschlichen Bewusstseins erfahren und die positiven Effekte nutzen zu können.

    Saskia John
    Heilpraktikerin
    www.saskiajohn.de

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